Gelesen: „15 kopflose Tage“ von Dave Cousins

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Titel: 15 kopflose Tage
Autor: Dave Cousins
Verlag: Verlag Freies Geistesleben
erschienen am: 5.März 2015
Broschiert: 301 Seiten
ISBN: 978-3772527784
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: ab 13 Jahre

>>Leseprobe<<

 

Kurzbeschreibung

Sind Sie ein Glückspilz, Mr Roach?

Laurence Roach wünscht sich eigentlich nur ein normales Leben, doch das ist schwer, wenn die Mutter eine depressive Alkoholikerin ist. Als sie eines Abends nicht mehr nach Hause kommt, erzählt er niemandem davon – aus Angst, er und sein Bruder Jay müssten sonst in Pflegefamilien. Er täuscht vor, seine Mutter sei noch da, zieht sich ihre Kleider an und verstrickt sich immer mehr in ein Netz aus Lügen.

Abend für Abend schleicht er zudem in die Telefonzelle und gibt sich in der Live-Sendung des lokalen Radiosenders für seinen verstorbenen Vater aus, um seinen geheimen Traum zu verwirklichen. Nach zwei Wochen, in denen sich die beiden Brüder mit einem Minimum an Geld und Essen durchschlagen, entdeckt Laurence endlich eine Spur von seiner Mutter. Aber jetzt fangen die Schwierigkeiten erst richtig an …

Quelle: geistesleben.de

 

Autor

Dave Cousins ist in Birmingham in einem Haus voller Bücher und Alben aufgewachsen. Nachdem er sich von seinem Kindheitstraum, Astronaut zu werden, verabschiedet hatte, studierte er Kunst in Bradford, spielte in einer Band und zog später nach London. In den zehn darauffolgenden Jahren war er auf Tournee, nahm Platten auf und wurde beinahe
berühmt. Seine Schriftstellerkarriere begann, als er sich mit zehn Jahren an einem Drehbuch versuchte. Seitdem schreibt er Songs, Gedichte und Geschichten. Tagsüber arbeitet er in einem Design-Studio, abends oder in den Mittagspausen schreibt er.

>>Homepage<<

Quelle: bloggdeinbuch.de

 

Meine Meinung

Lawrence wünscht sich nichts sehnlicher, als einfach nur „normal“ zu Leben … doch das ist mit einer alkoholkranken Mutter, die plötzlich nicht mehr wiederkommte, gar nicht so einfach. Von einem auf den anderen Tag sich selbst überlassen versucht Lawrence sich und seinen Bruder davor zu schützen, in eine Pflegefamilie zu kommen. Somit versucht er das verschwinden seiner Mutter geheim zu halten und merkt erst nach ein paar Tagen, dass sie wirklich sich selbst überlassen sind. Ohne Geld und Essen im Haus ist das auch gar nicht so einfach. Auch Lehrer, Nachbarn und andere Personen werden so langsam misstrauisch, aber Lawrence versucht alles, damit das Jugendamt nicht eingeschaltet wird.

„15 kopflose Tage“ ist keine lockerleichte Lektüre. So unterhaltsam und lustig wie das Cover auch wirkt, so tiefgründig, schwer und sehr ernsthaft ist der Inhalt diese Buches an sich. Auch wenn dieses Buch durchaus unterhaltsam rüberkommt, so kommen die sozialkritischen Momente auf keinen Fall zu kurz und werden auch nicht in den Hintergrund gedrängt. Teilweise hatte ich sehr mit meinem Mitleid für Lawrence und seinen Bruder zu kämpfen, immerhin ist die Situation so realistisch und echt in der Geschichte beschrieben, dass schnell mal klar wurde … hey… das kann um die Ecke genauso stattfinden. Richtig erschütternd ist das für mich beim Lesen gewesen.

Dave Cousins hat die Episoden recht amüsant dargestellt – nur konnt ich teilweise nicht so wirklich lachen, da es eigentlich zu ernst ist das Thema. Auch hat Lawrence sehr naiv teilweise versucht, alle von der heilen Welt zu überzeugen. Doch der Einblick, der Gedanke daran, dass dies wirklich so stattfinden kann … das ist einfach nur erschreckend, erschütternd und hat mir den kalten Schauer über den Rücken gejagt.

Das ganze aus der Sicht der Kinder, wie es ihnen damit geht, die Angst ihrerseits, andere Leute auf Hilfe anzusprechen, weil sie das Schlimmste versuchen, das war wirklich harter Lesestoff – und dann die naive Umsetzung ihrerseits (was man Kindern ja nicht mal wirklich vorwerfen kann …) war trotzdem sehr erschreckend und erschütternd. (Ich glaube ich wiederhole mich schon *lach*)

 

Fazit

Ein Buch, das auf den ersten Blick fröhlich wirkt, aber vom Inhalt her sehr ernst und schwere Kost aufweist. Auch wenn alles locker-lustig und humorvoll verpackt war, so konnt ich oftmals nicht so wirklich lachen … aber Nachdenken … ein Buch das schwer zum Nachdenken anregt und einen mitnimmt.

4 Bewertung

 

 

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