[Rezension] „Auf den Spuren der Karanai: FYNIA“ von Anna Fricke

Auf den Spuren der Karanai : FYNIA

von Anna Fricke

erschienen: 2. Dezember 2017
Verlag: Sefpublisher
Seiten:
ASIN: B0771PJTLS
E-Book: 1,99 €
Genre:  Fantasy, Urban
Reihe: Band 1

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Kurzbeschreibung

Seit ihrem elften Lebensjahr besitzt Fynia eine Gabe – als Mitglied der Karanai, einem vergessenen Volk, das sich vor langer Zeit in die westliche Kultur integriert, aber niemals seine Wurzeln aus den Augen verloren hat, kann sie sich in einen Geisterwolf verwandeln.
Visionen, die jedem Kind seine Bestimmung zeigen, sind nur eine ihrer vielen mythischen Traditionen.
Fynia ist glücklich mit Jasper liiert, doch als ihre Mutter ihr eine Zukunft an der Seite eines fremden Mannes voraussagt, begibt sich Fynia auf die Suche nach der Wurzel der Visionen und stößt dabei auf ein seltsames Schaf, das noch nicht sterben darf.

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Autor

09.01.1990 geboren in Steinheim/Höxter und aufgewachsen im verregneten Lippe, besuchte Anna Fricke 13 Jahre lang die Waldorfschule Lippe/Detmold e.V. welche sie 2009 mit einem Abitur in der Tasche verließ.
Ein Jahr lang widmete sie sich dann einer Grundschule, um herauszufinden, wie staatliche Schulen so funktionieren und schrieb sich dann im Oktober 2010 in der Universität Bielefeld ein. Ihren Abschluss (Bachelor of Arts) erwarb sie in den Fächern Theologie (H) und Germanistik (N). Einschreibung in den Master of Education folgte 2013. Allerdings schwenkte sie beruflich gesehen dann schnell um und begann eine Fortbildung zur Fahrlehrerin (2014).

Anna schreibt seit ihrer Kindheit. Zuerst „Reim-dich-oder-ich-fresse-dich“-Verse, doch dann auch immer mehr zusammenhängende und durchdachte Zeilen. Ihren ersten Veröffentlichungsversuch startete sie mit achtzehn Jahren, bei dem sie dann das erste mal mit DKZ-Verlagen konfrontiert wurde.
Nach mehreren Kämpfen mit Kleinstverlagen und Nieschenverlagen, beschloss Anna selbst ihres Glückes Schmied zu sein und alles auf eigene Kosten zu produzieren. Viel Risiko, viel verantwortung aber auch viel Freiheit prägen seither ihr Autorenleben.

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Meine Meinung

Die Kurzbeschreibung und das Cover machten mich mehr als neugierig auf diese Geschichte.
Gerade das Cover musste ich mir mehrmals anschauen , denn es gibt hier allerhand zu entdecken.
Es sticht aus der breiten Masse heraus und lässt einen eine tolle Fantasy-Story erhoffen.

Zu Beginn hatte ich es ziemlich schwer in die Geschichte hineinzukommen. Ich habe ein paar mal überlegt es einfach abzubrechen – aber das wollte ich dann auch nicht so wirklich. Also kämpfte ich mich durch den Anfang – und das war auch gut so. Der Schreibstil war für mich sehr gewöhnungsbedürftig – was aber eher am Aufbau der Erzählweise liegt – denn flüssig und auch spannend schreibt Anna Fricke auf jeden Fall. Es brauchte halt seine Zeit, bis ich damit so richtig warm wurde – dann ging es allerdings ganz gut.

Als Leser wird einem hier die Geschichte aus verschiedenen Sichten geschildert. So kann man den unterschiedlichsten Protagonisten was näher kommen und ihre Handlungen leichter nachvollziehen. Das mag ich ja sehr gerne – denn dadurch kommt man den Protagonisten einfach was näher. Nur wurde ich hier ein wenig verwirrt – denn der Wechsel kam teilweise mitten in einem Kapitel. Da hätte ich mir eher gewünscht, dass sich das Kapitelmässig an eine Person hält – einfach um besser mitzukommen.  Ansonsten war der Einblick auf diese Art und Weise toll.

Anstrengend gestaltete sich hier allerdings, die gesamte Geschichte um Fynia. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass sie nicht so richtig wusste, was sie eigentlich will – und somit war ich ein wenig genervt von dem ewigen hin und her. Das Ende war dann aber wieder alles was entspannter für mich als Leser – so dass ich Band 2 gerne dann eine Chance gebe.

Die Handlung an sich – ja, die gestaltet sich sehr spannend. Ich war gegen später dann gefangen und sprang von Kapitel zu Kapitel. Anna Fricke kann es ganz gut, den Leser mit Spannung am Ball zu halten. Allerdings gingen für mich die Sachen mit den Visionen verloren auf der Strecke. So spannend und interessant sich das auch alles gestaltete – es wurde durch das ewige hin und her von Fynia und Jasper regelrecht in den Hintergrund gedrängt. Das hätte ich mir anders gewünscht.
Ansonsten ist die Idee klasse – und hat noch Luft nach oben. Da geht meiner Meinung nach noch mehr.

 

Fazit

„Auf den Spuren der Karanai: FYNIA“ von Anna Fricke haut auf den ersten Blick um und verspricht eine spannende Fantasystory. Allerdings konnte es mich nicht komplett überzeugen. Ich brauchte was länger, bis ich in der Geschichte drin war – und es stellten sich einige Fragen und Verwirrungen während dem Lesen ein. Anna Fricke hat es aber geschafft, mich spannend am Ball zu halten – nachdem ich mit ihrem Schreibstil und dem Aufbau warm wurde.
Es ist eine tolle Grundidee vorhanden – die noch ausbaufähig ist – und noch mehr mit sich bringen könnte.

 

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