[Rezension] „Der geheime Himmel. Eine Geschichte aus Afghanistan“ von Atia Abawi

Der geheime Himmel
Eine Geschichte aus Afghanistan

von Atia Abawi

erschienen: 13. Oktober 2017
Verlag: dtv
Seiten: 336
ISBN: 978-3423717533
Taschenbuch: 9,95 €
Genre: Jugendroman
Altersempfehlung: 14 – 16 Jahre

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Kurzbeschreibung

Wenn Liebe ein Verbrechen ist.

In ihrer Kindheit haben Fatima und Samiullah in ihrem afghanischen Dorf miteinander gespielt – doch als Sami von der Uni zurückkehrt und die beiden sich ineinander verlieben, setzen sie eine Kette tragischer Ereignisse in Gang. Samis Cousin Rashid, der sich einer islamischen Miliz angeschlossen hat, verrät die beiden …

Quelle: dtv.de

Autor

Atia Abawi als Kind afghanischer Eltern in Deutschland geboren, wuchs in den USA auf. Bereits als Schülerin wusste sie, dass sie einmal Journalistin werden wollte. Sie berichtete fünf Jahre lang als Auslandskorrespondentin für CNN und NBC aus Kabul. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Jerusalem.

Quelle: dtv.de

 

Meine Meinung

Dieses Cover und der dazugehörige Klappentext hatten mich sofort gefangen – und eigentlich hätte ich sofort reinlesen wollen, als ich es gesichtet hatte. Aber das musste ein wenig warten… aber jetzt, da ich die Geschichte durch habe … bin ich einfach nur geflasht.

Die Autorin selbst hat einen Bezug zu Afghanistan. Ihre Eltern sind afghanischer Abstammung und konnten dahingehend bestimmt allerhand erzählen und eigene Erfahrungen übermitteln – was bestimmt teilweise mit in die Geschichte eingeflossen ist.

Der Schreibstil ist sehr altersgerecht gehalten, so kam ich super und leicht rein und konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzen. Dass es hier auch mit afghanischen Worten gearbeitet wurde fand ich besonders stimmig, man bekommt ein wenig einen Einblick auf die Sprache – zumal im Glossar hinten alles erklärt wurde. So bekam man doch ein sehr gutes Gefühl für das Land, die Leute und die Kultur an sich. Es machte die Geschichte einfach perfekt – wie ich finde – und vor allem sehr interessant.

Gleich zu Beginn bekommt man von der Autorin einen persönlichen Einblick – wie sie zu dem Buch, dem Land und zu der Geschichte steht – bzw. wie es zu diesem Buch gekommen ist.
Dann geht es auch schon los. Man lernt hier sehr schnell Fatima Samiullah und Rashid kennen – diese drei erzählen quasi die Geschichte  – oder besser gesagt – dies sind die 3 Teile, in die die Geschichte aufgeteilt ist – und alles zusammenführt.

Besonders interessant und auch erschreckend fand ich den Einblick in das Leben junger Mädchen und Frauen in Afghanistan.  Diese Thematik wird sehr gefühlvoll und ergreifend von der Autorin umgesetzt – was mir des öfteren mal einen dicken Kloss im Hals bescherte – und die Tränchen löste.  Es ist schon sehr erschreckend was für Grausamkeiten in diesem Fall dort herrschen. Dabei kommen Themen wie Zwangsheirat z.B. zum Einsatz. Aber auch Taliban und generelle Konflikte zwischen Stämmen wird hier aufgeführt- ein Einblick, der erschreckend sich darstellt – aber wie gesagt, altersgerecht und verständlich hier zum Thema behandelt wird.

Die ganze Thematik gestaltet sich um eine junge, zarte Liebe – die hier einen sehr schweren Stand hat. Was Sami und Fatima hier alles erleben – das hat mich mehr als nur berührt und geschockt – aber es hat mich auch wahnsinnig in einen Bann gezogen.

Das Buch ist einfach nur klasse – und hat mich voll und ganz überzeugt.

 

Fazit

„Der geheime Himmel. Eine Geschichte aus Afghanistan“ von Atia Abawi ist eine berührende, erschreckende und sehr eindrucksvolle Geschichte um eine zarte Liebe – die so nicht geduldet ist. Sehr glaubwürdig, fesselnd, spannend und herzergreifend wird hier eine Geschichte erzählt- die tiefe Einblicke in das Leben in Afghanistan beschert.
Die Autorin hat mich hier total begeistern und fesseln können – und mich angespannt und berührt zurückgelassen.

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