[Rezension] „Die Festung am Rhein“ von Maria W. Peter

Die Festung am Rhein

von Maria W. Peter

erschienen am: 16. März 2017
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 608
ISBN: 978-3404175192
Taschenbuch: 10,00 €
Genre: Historischer Roman

 

Kurzbeschreibung

Eine gigantische Festung, ein teuflischer Verrat und eine verbotene Liebe
 
Coblenz, 1822: Hoch über der Stadt entsteht die preußische Feste Ehrenbreitstein. Als geheime Baupläne von dort verschwinden, wird Franziskas Bruder wegen Landesverrats verhaftet. Er soll die Pläne an die Franzosen verkauft haben – immerhin war ihr gemeinsamer Vater ein Offizier Napoleons. Um seine Unschuld zu beweisen, ist Franziska auf die Hilfe des strengen Leutnants Rudolph Harten angewiesen. Bei der Suche nach dem wahren Verräter kommen sich die beiden näher, als es sich für einen Preußen und eine Halbfranzösin gehört …
Die Festung Ehrenbreitstein (erbaut 1817 bis 1828) thront bis heute hoch über Rhein und Mosel. Zum 200-jährigen Jubiläum der Festungsstadt Koblenz entwirft Maria W. Peter ein schillerndes Panorama der Rheinprovinz im 19. Jahrhundert. Preußische Disziplin trifft auf rheinische Lebensfreude.
Quelle: luebbe.de

 

Autor

Maria W. Peter ist seit Langem von Amerika begeistert. Während ihres Studiums der  Amerikanistik und Anglistik war sie Mitglied eines amerikanischen Chors auf dem Militärstützpunkt in Kaiserslautern und pflegte intensive Kontakte zu amerikanischen Familien. Später lebte sie in Columbia, Missouri, wo sie als Fulbright-Stipendiatin die School of Journalism besuchte. Dort erlag sie endgültig der Faszination amerikanischer Kultur und Geschichte. Schon zu Studienzeiten arbeitete Maria W. Peter als Journalistin. Heute ist sie als freie Autorin tätig und pendelt zwischen dem Rheinland und dem Saarland.

Quelle: luebbe.de

 

Meine Meinung

Ich habe mich auf diesen historischen Roman von Maria W. Peter schon sehr gefreut – auch wenn ich in letzter Zeit eher weniger in historische Geschichten abtauche. Aber da mich der Roman „Die Küste der Freiheit“ schon packen und mitreißen konnte – war mir klar, dass ich „Die Festung am Rhein“ unbedingt lesen wollte – zumal sie auch noch hier in Köln und natürlich Schwerpunktmässig in Koblenz spielt – was ja auch fast um die Ecke ist.

Als ich mir also den Roman geschnappt habe, war ich auch sehr schnell gefangen in diesem tollen Roman. Es war spannend, abenteuerlich und eine absolut wunderschöne Reise in die Vergangenheit. Maria W. Peter hat hier wieder einen wunderschönen, mitreißenden und absolut bildgewaltigen Schreibstil, der mich absolut gepackt hat. Ich konnte gedanklich mich regelrecht an die Plätze und Orte träumen – mir die Geschichte bildhaft innerlich vor Augen halten – und ich habe mich absolut in eine total andere Zeit führen lassen – was mir super gefallen hat.
Maria ist ja für ihre ausgiebigen und absolut tiefgründige Recherchearbeit bekannt (zumindest bei denen, die sie verfolgen) – und das merkt man auch ganz stark in ihren Geschichten. Man merkt, mit wieviel Herzblut sie doch ans Werk geht und uns als Leser in eine andere Epoche abtauchen lässt – die sich auf wahre Begebenheiten mit stützt.
Besonders interessant und erwähnenswert finde ich außerdem, dass man ja schnell mal denkt, dass historische Romane eher schwere Lektüren sind – aber dem ist hier nicht so. Maria W. Peter hat hier eine absolut leichte, einfache, nachvollziehbare und lockeren Schreibstil, der sich flüssig und leicht lesen lässt. Man lernt und erfährt hier seht viel über diese Zeit und man bekommt auch im Nachwort noch einige interessante Fakten und Daten vermittelt – was die Glaubwürdigkeit nochmals verstärkt.

Was hier natürlich nicht fehlen darf, sind hier absolut passend ein paar wundervolle, starke, gefühlvolle und auch sehr gut ausgearbeitete Charaktere, eine tolle Handlung mit viel Emotionen , Spannung und stimmigen Fakten – dann ist das Wunderwerk fast schon fertig – zumindest hab ich bei Maria W. Peter ihren Romanen das Gefühl, dass hier einfach alles immer super zusammenpasst.

Die Figuren Franziska, Christian und Rudolph waren so toll beschrieben – man konnte sich in jeden von ihnen sehr gut hineinversetzen und die Sichtweise super miterleben.  Durch den Wechsel der Perspektiven beim Lesen, war man ihnen besonders nah. Ebenso war alles sehr gefühlvoll und ich war für ein paar Tage einfach nur hin und weg – über dieses absolut spannende und tolle Geschichte.

Sie konnte mich als Leser auch mit diesem Roman wahnsinnig überzeugen – ich mochte die Handlung, die absolut glaubwürdigen und bildhaften Beschreibungen – und ich wollte mich am liebsten sofort und auf der Stelle an den ein oder anderen Ort, der in dieser Geschichte eine Rolle spielt, begeben.

Ich möchte allen Liebhabern von historischen Romanen – und denen, die vielleicht noch zögern, dieses Buch hier ans Herz legen – es wird euch nicht enttäuschen.

 

Fazit

„Die Festung am Rhein“ von Maria W. Peter ist ein absolut schöner, spannender, mitreißender und bildgewaltiger historischer Roman, der den Leser an wunderschöne Plätze, aber auch in eine absolut spannende Zeit mitnimmt. Ich war sehr schnell in der Geschichte drin, wurde spannend und absolut historisch gut unterhalte.. Maria W. Peter hat sich hier wieder selbst übertroffen und konnte mich als Leser in eine absolut spannende Zeit entführen – an Plätze, die ich bei Gelegenheit doch noch besuchen muss 😉

Absolute Leseeemfpehlung

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Kommentare 8

  • Hallo und guten Tag,

    stimmt die gibt es heute auch noch und wirklich einen Besuch wert.
    Habe ich mir schon angeschaut.

    LG…Karin…

  • Huhu 🙂
    Immer wieder stoße ich auf dieses Buch <3
    Und kämpfe mit mir, kaufen oder nicht ….nach deiner Rezi ist ja fast ein Must Have für mich als Historische Romane -Liebhaberin 🙂
    Ich weiß gar nicht, hattest du mal " Die Pestmagd" von Brigitte Riebe gelesen und rezitiert? Für dieses traumhafte Buch wird irgendwie viel zu wenig Werbung gemacht :))

    • Hallo Meike,
      na da kann ich dir nur sagen – kaufen und lesen <3
      Die Pestmagd kenn ich nicht - aber hab ich mir gleich mal angeschaut.
      Das spielt ja sogar in Köln - habs mir mal auf die Wuli gesetzt - und mal gucken wann ich es mir hole. Da ich ja gerade nicht so viel historisches Lese muss ich da echt nach Lust und Laune gehen - aber danke dir für den Tipp 😉

      LG Bibi

  • Liebe Bianca,
    ich kann dir nur zustimmen, ich – wohnhaft im Preußenland – muss unbedingt einmal die Feste Ehrenbreitstein besuchen fahren, um zu sehen, was Rudolph da fabriziert hat 😃
    Liebe Grüße
    Bettina

  • Wir wohnen auch nicht weit von Koblenz weg und waren letztes Jahr auf Ehrenbreitstein. Ist absolut einen Besuch wert, vor allem mit der Seilbahn dorthin über den Rhein, die wegen der Landesgartenschau gebaut wurde!
    Jetzt muss ich mir auf jeden Fall den hier angepriesenen Roman durchlesen!
    Danke für die ausführliche Rezi, die mich sehr neugierig gemacht hat, obwohl historische Romane selten meins sind.

    • hihihihihihi – aber wie du vielleicht gelesen hast – ist historisches Momentan auch nicht unbedingt das, was ich dauernd lese – aber den Roman hier kannst du dir beruhigt schnappen – man ist echt leicht und schnell drin in der Story und man wird locker und spannend durch die Geschichte geführt – und erfährt dabei allerhand 😉

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