[Rezension] „Die Perfekten“ von Caroline Brinkmann

Die Perfekten

von Caroline Brinkmann

erschienen: 25. August 2017
Verlag: One
Seiten: 605
ISBN: 978-3-8466-0049-8
Hardcover: 18,00 €
E-Book: 13,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Dystopie

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Kurzbeschreibung

„Sie ist Rain. Der Regen. Der Neuanfang.“

Rain ist ein Ghost. Sie lebt außerhalb des Systems. Seit ihrer Geburt ist sie auf der Flucht vor den Gesegneten, einer perfekten Weiterentwicklung der Menschen, die mit eiserner Hand regieren und das Volk unterdrücken. Rain weigert sich jedoch, sich ein Leben lang zu verstecken, und begeht einen fatalen Fehler. Sie bricht die wichtigste Regel der Ghosts: Vertraue niemandem!

 

Quelle: luebbe.de

Autor

Caroline Brinkmann wurde 1987 im hohen Norden geboren, studierte in Göttingen Humanmedizin, ist heute als Ärztin tätig und schreibt, wann immer sie Zeit dafür findet. 
2013 gründete sie das Tintenfeder-Autorenportal, das angehende Schriftsteller über die Verlagsbranche aufklärt. Die Perfekten ist der erste Roman der Autorin, der im ONE-Programm erscheint.
Quelle: luebbe.de

Meine Meinung

Dystopien lese ich ja immer wieder gerne – und diese hier hat mich besonders angesprochen – und ich wurde nicht enttäuscht.
Allein schon das Cover hat jetzt ja nicht so eine einschlagende Wirkung -aber das Cover ist ja nicht alles.
Was besonders stark heraussticht – und fast schon zuviel ist – der pinke Schriftzug – aber über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich streiten.
Wichtig ist was dahinter steckt … und da erwartet den Leser einiges.

Der Schreibstil von Caroline Brinkmann ist klasse. Der Einstieg war für mich sehr leicht – so modern, flüssig und bildgewaltig gestaltet er sich.
Ich hatte das Geschehen, die Welt  und alles was dazu gehört sehr bildhaft vor Augen. Ich flog regelrecht durch die Seiten – bei 605 Seiten vielleicht erstmal abschreckend – aber für diese Geschichte einfach nur klasse- und doch am Ende zu kurz – so schnell kam ich hindurch.
Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Rain und Lark beschrieben – solch ein Aufbau gefällt mir ja immer besonders gut.

Die Charaktere sind hier bis ins kleinste Detail sehr gut ausgearbeitet. Jeder hat hier so seine Macken und Besonderheiten, die mir besonders gut gefielen. Auch die bösen Charaktere waren mehr als spannend. Sie waren für mich auch absolut in ihrer Figur nachvollziehbar. Sehr glaubwürdig und interessant kamen sie allesamt rüber.

Die Handlung ist sehr gut ausgearbeitet, dystopisch gut und vor allem sehr, sehr spannend. Man taucht hier in eine Welt ein – die nach Klassen geordnet ist.  Man bekommt es hier mit Drohnen zu tun, mit Göttern und mit einer Kategorie die sich Ghost nennt. Nach Zahlen werden die Menschen hier geordnet…. nur wer eine „Eins“ trägt , kommt hier weit – die Menschen der Kategorie „Drei“ z.B. haben es besonders schwer. Aber noch schlimmer trifft es die Katgorie „Ghost“ – diese Kinder dürfen nicht mal der Schule beitreten, bzw. kämpfen sich durch die Armut und die extremen Einschränkungen die sie auferlegt bekommen haben – denn sie darf keiner sichten.
So führt auch Rain ein sehr schweres und hartes Leben zusammen mit ihrer Mutter. Sie lebt als „Ghost“ versteckt vor den Gesegneten. Sie darf keine Freunde haben und führt somit ein einsames und trostloses Leben – nur damit sie von den Menschen und den Drohnen nicht als Ghost erkannt wird. Vor allem muss sich sich davor hüten – jemand anderem zu vertrauen.
Lark hingegen gehört der Kathegorie „Eins“ an – er gehört zu den oberen Rängen und wünscht sich natürlich, immer weiter aufzusteigen. Sein Ziel, die Schwester, die nur eine „Drei“ ist – mit Medikamenten versorgen zu können.

So haben beide – Rain wie auch Lark – ihre eigene und schwere Geschichte – und wie solls anders sein – sie laufen sich über den Weg und … ja – das müsst ihr selbst herausbekommen.

Taucht ein – in eine Welt – die sich angeblich Perfekt gestaltet – doch in der noch lange nicht alles perfekt ist. Eine Welt – die das Leben der Menschen gewaltig vorgibt – das nach Klassen ordnet und in der es spannend und abenteuerlich zur Sache geht.

Ich habe die Geschichte geliebt – und am Ende geflucht – denn mit einer absolut spannenden Szene hört es erstmal auf.
Nun heißt es warten – bis die Geschichte weitergeht – und darauf freu ich mich jetzt schon sehr.

 

Fazit

„Die Perfekten“ von Caroline Brinkmann ist eine absolute tolle, spannende und sehr bildgewaltige Dystopie. Es hat mich emotional gepackt, es war spannend und ich habe die Charaktere sehr geliebt. Ein Buch, das man nur schwer aus den Händen legen kann und an dem man voller Spannung dran hängt, als gäbe es kein Morgen.

Absolute Leseempfehlung

Vielen Dank an NetGalley und One / Bastei Lübbe für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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