[Rezension] „Ewig und Du“ von Emily Bähr

Ewig und Du

von Emily Bähr

erschienen: 4. Januar 2017
Verlag: Impress
Seiten: 335
ISBN: 978-3-646-60390-3
E-Book: 3,99€
Altersempfehlung: ab 14 Jahre
Genre: Jugendbuch

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Kurzbeschreibung

**L(i)eben bedeutet du und ich**
Nach einem Unfall und sechsmonatigem Koma ist die 18-jährige Lefke an den Rollstuhl gefesselt. Ihre Zeit als Schulprinzessin ist damit vorbei und auch ihre Karriere als Model muss sie an den Nagel hängen. Für Lefke ist das ein Weltuntergang. Sie kann sich nicht vorstellen, jemals wieder glücklich zu werden, und fasst den folgenschweren Entschluss, ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Doch dann taucht ausgerechnet ihr unfassbar attraktiver Nachbar Louis auf. Er stellt lauter ungemütliche Fragen und hat irrsinnige Ausflugspläne. Jeden Tag aufs Neue. Bis die Welt langsam nicht mehr ganz so schwarz aussieht…  

Mit »Ewig und du« ist Emily Bähr ein Roman voller Hoffnung gelungen, der die düsterste Zeit mit einem Sonnenstrahl erhellt und beweist, dass es im Leben manchmal nur auf die richtige Einstellung ankommt.  

Quelle: carlsen.de

 

Autor

1994 in einem kleinen Dorf der Südpfalz geboren fand Emily Bähr schon früh ihre Liebe zu Büchern und Geschichten aller Art. Der Wunsch, einmal nach England zu ziehen ließ viele ihrer Geschichten eben dort spielen, so nun auch ihre erste Veröffentlichung »Ewig und Du«. Mit diesem Werk verließ sie zum erstem Mal den gewohnten Bereich der Dystopien und wagte sich an eine romantische Komödie – mit Enten.

Quelle: carlsen.de

 

Meine Meinung

Was war ich schon angetan allein von dem Cover, so verspielt-romantisch und verträumt-traurig … und die Enten überall … da war ich sofort begeistert und es war klar, dass ich meine Nase in dieses Buch stecken musste – auch wenn es traurig werden könnte.

Ich war überrascht, wie knallhart und schlagfertig es hier zur Sache geht – denn die Protagonistin – so hart ihr Schicksal auch ist – hat es faustdick hinter den Ohren. Und traurig  gestaltet sich diese Geschichte mal gar nicht – wie ich finde.

Lefke mag man oder hasst man – man bracht definitiv ein Weilchen – sie ins Herz zu schliessen – denn im Austeilen und sarkastische und blöden Bemerkungen zu äussern ist sie Spitzenreiter. Ihre Situation kann noch so beschissen sein – so dass sie an dem Punkt steht, sich das Leben zu nehmen  – doch eines ist sie nicht -auf den Mund gefallen.
Da kann man als Leser schon das ein oder andere mal echt den Kopf schütteln über soviel Gemeinheiten, fiesen Aussagen und der derben Art und Weise – doch man darf das nicht zu ernst nehmen. Denn Lefke ist tief im inneren kein schlechter Mensch.

Wenn sie vor ihrem Unfall auf der Seite der Coolen, Hübschen und Megafiesen stand – die gerne andere mobbten und beleidigten – so steht sie jetzt auf der anderen Seite – aber mit der Klappe und der Schlagfertigkeit von damals. Als sie dann noch mit Louis zusammentrifft – und auch ihn ihre harte Seite mehr als einmal spüren lässt – ändert sich nach und nach alles.
Louis schafft es Lefke aus der Reserve zu locken – und ihre Sichtweise zu ändern.
Doch Lefke ist auch Louis eine Hilfe – doch inwiefern – das verrate ich euch hier nicht.

Ich fand den jugendlichen, lockeren und ja – auch sehr fiesen Wort- Schreibstil von Emily Bähr absolut passend und sehr ausdrucksstark. Man kann alles zerreissen und die Handlungs- und Ausdrucksweisen hier ewig ausdiskutieren – aber man sollte nicht ausser acht lassen, dass es durchaus auch mal interessant sein kann, einen starken, fiesen Charakter so im Mittelpunkt zu erleben.
Ausserdem ändert sich ja auch alles – was sehr toll ist – wie ich finde.

Ich musste aber auch einige male herzhaft lachen – gerade wenn Lefke wieder einen der fiesen Sprüche bringt, die eigentlich nicht zum Lachen sind. Drum sollte vorab vielleicht klar sein, dass man sich nicht zu sehr auf seinen Gerechtigkeitssinn einlässt – sondern einfach mal die Geschichte aus einer etwas aussergewöhnlichen und etwas anderen Sicht hier erlebt.

Klar gibt es hier einige  Gemeinheiten – die ich absolut nicht vertreten würde im realen Leben – und die ich hier auch nicht schön reden will – aber im Zusammenhang der Geschichte sie einfach nur genau richtig sind.
Man sollte hier vielleicht auch noch erwähnen, dass sich alles sehr humorvoll und sarkastisch gestaltet – und dadurch das Ganze jugendlich aufgelockert wird. Eine Geschichte, die man mal aus einer absolut genialen und gewagten Sicht erzählt bekommt.

Ewig und Du – die Geschichte mag man oder eben auch nicht. Ich fand sie klasse – und die Idee den Enten hier eine besondere Stellung zu geben, ist einfach nur lustig.

Manchmal muss man einfach Mauern sprengen und sich auf etwas andere Charaktere und ihre Handlungsweise einlassen …

Es bereitete mir definitiv sehr viel Lesespaß – aber auch die Zweideutigkeit und die Handlungen an sich stimmten schon auch nachdenklich – und man braucht hier schon eine Menge Humor und Sarkasmus auch – um alles was lockerer mitzunehmen.

 

Fazit

„Ewig und Du“ von Emily Bähr ist ein jugendlich, lockerer Debütroman – der es gewaltig in sich hat. Hier findet man allerhand brisante und ernsthafte Themen – die hier aus der Sicht einer etwas derben, fiesen und ja – auch sehr liebenswürdigen Protagonistin erzählt wird, die Meinungen sprengt.
Genau das macht den Jugendroman aus – ernste Themen werden hier sehr humorvoll und sarkastisch angegangen und ich finde Emily Bähr hat das hier einfach nur aussergewöhnlich und gewagter alles zum Ausdruck gebracht – mit voller Entenpower.

 

 

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Kommentare 1

  • Huhu Bianca!

    Danke für deine Rezi-Einreichung für die Carlsen-Challenge! Und zu deiner Frage: Du bekommst für das Buch die Punkte für eine normale Rezension und auch für eine Sonderaufgabe. Aber halt nur für eine Sonderaufgabe jeweils 🙂 Die Punkte für die normale Rezension bekommst du unabhängig davon aber auch immer.

    Liebe Grüße
    Nicole

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