[Rezension] „Hinter dem Café das Meer“ von Phillipa Ashley

Hinter dem Café das Meer

von Phillipa Ashley

Übersetzt von : Marion Herbert
erschienen:
18. Mai 2017
Verlag: DUMONT
Seiten: 398
ISBN: 978-3-8321-6407-2
Broschiert: 10,00 €
Genre: Roman

Buch beim Verlag

 

Kurzbeschreibung

Träume muss man sich erarbeiten

Türkisblaues Wasser, raue Steilküsten, kilometerlange Sandstrände – der Sommer in St Trenyan/Cornwall hat einiges zu bieten. Leider ist Demi viel zu beschäftigt, um ihn zu genießen. Sie arbeitet als Kellnerin in einem kleinen Strandcafé, um sich und ihren Hund Mitch über die Runden zu bringen.
Dann verliert sie ihren Job – und trifft Cal. Er hat ein Anwesen in der Nähe einer idyllischen Bucht geerbt. Das alte, baufällige Haus und das vernachlässigte Gelände will er in eine Ferienanlage umwandeln, und er braucht dringend Unterstützung. Auf einmal hat Demi wieder Arbeit. Und während sie gärtnert, Wände verputzt und Dachziegel anbringt, träumt sie von ihrem eigenen kleinen Café. Aber auch ihr neuer Chef beschäftigt sie – obwohl der es ihr nicht gerade leicht macht. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Wenn nur Cals Exfreundin nicht wäre, für die er noch Gefühle zu hegen scheint. Als Cal erkennt, was Demi ihm bedeutet, ist es fast zu spät …

Quelle: dumont-buchverlag.de

 

Autor

Phillipa Ashley studierte Anglistik und arbeitete als Werbetexterin und Journalistin. Seit 2005 veröffentlicht sie Romane und wurde dafür mit dem ›Romantic Novelists Association New Writers‹-Award ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Staffordshire. Bei DuMont erscheinen die Romane ›Hinter dem Café das Meer‹ und ›Weihnachten im Café am Meer‹ (beide 2017).

Quelle: dumont-buchverlag.de

 

Meine Meinung

Auf dieses Buch wurde ich durch eine schöne und interessante Postkarte von „Demi“ aufmerksam – sie schrieb mir von den Renovierungsarbeiten in St. Trenyan / Cornwall.
Schon lustig und interessant- wenn einem die Protagonisten schon schreiben *lach*. Da hat sich hat Lovelybooks wieder was tolles einfallen lassen- um auf die dazugehörige Leserunde aufmerksam zu machen – was ja auch geklappt hat.
Meine Neugier war also geweckt – und ich versuchte mein Glück, welches mir dann auch hold war. Und somit konnte ich kurze Zeit später das Buch in meinen Händen halten um mir einen tieferen Eindruck davon zu verschaffen.

Ich freute mich schon auf einen sommerlichen, romantischen und bildgewaltigen Roman – zumindest versprach der Klappentext schon so einiges – vor allem eine Menge Geheimnisse und ein paar große Träume werden hier angedeutet … die mich sehr neugierig machten.

 

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht.  Sehr locker und leicht wird man hier in die Geschichte entführt. Sehr bildhaft und anschaulich kann man sich als Leser mit an den Ort des Geschehens denken. Schlagfertig, amüsant und auch sehr unterhaltsam lernt man hier gleich mal Demi kennen – die nichts so schnell aus der Ruhe bringt, und die sich nicht so leicht unterkriegen lässt.
Sie war mir sehr schnell sympathisch mit ihrer direkten, offenen und starken Art und Weise – doch in ihr steckt noch soviel mehr. Denn Demi hat einen großen Traum – dem sie in dieser Geschichte nun ein Stückchen näher kommt – ihr eigenes Café.

Doch da ist noch Cal – Cal ist ein für mich sehr undurchschaubarer Charakter– der große und wohl auch dunkle Geheimnisse mit sich trägt, die dem Leser hier aber nicht offenbart, sondern nur immer kurz erwähnt und angedeutet werden. Das machte mich fast wahnsinnig, denn hier wird der Leser an der langen Leine gelassen – zappelnd und bittend. Aber ok – jetzt im nachhinein hab ich mitbekommen, dass es noch eine Fortsetzung im Oktober geben wird – das gibt Hoffnung auf das dunkle Geheimnis von Cal.
Aber nicht nur das machte mich wahnsinnig an der Figur Cal – sein hin und her, sein auf und ab – Gefühle ja, Gefühle nein – das machte mich waaaaaaaahnsinnig *lach*…. Demi war zwar auch nicht immer ganz klar, was ihre Gefühle anging, aber Cal – den könnt ich ständig schütteln und in den Hintern treten.

Aber es gibt noch allerhand andere Figuren in dieser Geschichte, die interessant sind – aber leider fehlt es mir da an Tiefe. Da hätte man durchaus noch viel mehr rausholen und aufzeigen können – aber naja, man kann nicht alles haben.

Die Handlung an sich war ein hin und her, was mich als Leser stellenweise zum verzweifeln brachte – aber solche Gefühle machen das Lesen dann wiederum sehr interessant und spannend. Die Kulisse, an der sich alles abspielt, ist ein Traum. Ich habe mich gerne dort in Gedanken aufgehalten – und konnte mir das Gelände, die Umgebung und alles, so richtig gut vorstellen.

Die Geschichte ist eine tolle unterhaltsame Sommerlektüre – die mir ein paar schöne Lesestunden bescherte.
Aber – deswegen gibts auch einen Stern Abzug von mir – es fehlte einfach an einigen Stellen an der Tiefe, an Gefühl und Glaubwürdigkeit.
Es sind so viele Fragen offen -und es war nicht vorab ersichtlich, dass es eine Fortsetzung geben wird, die das ein oder andere Geheimnis und die ein oder andere offene Frage noch aufklärt und aufgreift.
Ich freue mich trotzdem auf eine Fortsetzung und hoffe, dass ich dann auch komplett zufriedengestellt werde.

 

Fazit

„Hinter dem Café das Meer“ von Phillipa Ashley ist eine unterhaltsame und schöne Lektüre für Zwischendurch. Ein sommerlicher, aber auch interessanter, lustiger und liebevoller Roman, der mir schöne Lesestunden bereitete. Es fehlte mir zwar an Tiefgang, an mehr Einblicke und an mehr Gefühl, das auf mich als Leser überschwappt. Trotzdem kann ich den Roman empfehlen – mit der Info, dass es eine Fortsetzung geben wird, was bestimmt noch einige Dinge aufklären und verständlicher machen wird. Immerhin gibts noch einige Geheimmnisse zu lüften.

Ein sommerlicher, unterhaltsamer Lesespaß für Zwischendurch

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Kommentare 4

  • Schönen guten Morgen 🙂
    Leichte Lektüre tut auch mal ganz gut …einfach nur Lesen und ein Buch mit einem Lächeln und gutem Gefühl beenden.
    Hin und wieder brauche ich das – Danke für deine Rezi:*
    Und einen schönen Sonntag !

    • Ja, diese Art von Lektüren muss auch einfach mal sein.
      Gerade jetzt im Sommer finde ich, dass sich solche leichten Lektüren besonders toll Lesen lassen 😉
      Danke für deinen Besuch und dir auch einen schönen Sonntag 😉

  • Ich hatte dieses Buch auch bei einer Leserunde gewonnen und bin leider nie wirklich warm geworden. Ich wollte es mögen, wollte ich wirklich, weil das ganze Drumherum stimmte, aber je weiter die Geschichte fortging, umso unrealistischer wurde das, was passiert ist. Insbesondere die Figuren fand ich, wie du ja auch schreibst, flach. Ich werde die Fortsetzung vermutlich trotzdem anschauen, weil ich Cal sehr mochte, aber im Großen und Ganzen hatte ich mehr erwartet.

    • Ich kann dich da voll und ganz verstehen – meine Erwartung war auch größer – aber ich fand es jetzt nicht ganz so schlimm – so für Zwischendurch ist das eine schöne Geschichte – eben mit fehlendem Tiefgang.
      Ich bin gespannt ob das, was ich in diesem Band vermisse – wirklich auch im zweiten Band dann zum Einsatz kommt. Ich werds mir anschauen – das auf jeden Fall – denn ich will wissen wie es mit dem Cafe und mit den beiden weitergeht 😉

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