[Rezension] „Wunderworte“ von Abby Cooper

Wunderworte

von Abby Cooper

erschienen: März 2017
Verlag: Dressler
Seiten: 304
ISBN: 978-3-7915-0039-3
Hardcover: 16,99 €
Altersempfehlung: ab 10 Jahre

Buch beim Verlag

 

Kurzbeschreibung

Wenn Worte unter die Haut gehen! Die zwölfjährige Elyse wurde mit einem besonderen Phänomen geboren: Jedes Wort, das jemand über sie sagt, erscheint auf ihrer Haut. Früher hat sie das nie gestört, als ihre beste Freundin jedoch lieber mit den „coolen Mädchen abhängt“, erscheinen plötzlich Worte wie „Freak“ oder „Verliererin“. Doch auch andere Überraschungen erreichen Elyse: geheimnisvolle blaue Nachrichten, die sie aufmuntern und ihr Mut machen. Zum Beispiel als sie die Chance erhält, den Schulausflug zu planen. Schließlich findet Elyse heraus, wer der geheimnisvolle Zettelschreiber ist und gewinnt viele neue, echte Freunde.

Wichtige Themen heiter verpackt: Freundschaft, Pubertätswahnsinn und Mobbing mit großartigen Charakteren in einem wunderbar ergreifenden und lustigen Tonfall!

Quelle: dressler-verlag.de

 

Autor

Abby Cooper lebt mit ihrem Zwergpudel Louis und ziemlich vielen Büchern in Minnesota. Da sie als Lehrerin und Schulbibliothekarin gearbeitet hat, teilt sie ihre Liebe zu Büchern sehr gerne mit anderen und empfiehlt jedem das richtige Buch. In ihrer Freizeit isst sie Cupcakes, joggt am Mississippi oder guckt schlechtes Realityfernsehen.

Quelle: dressler-verlag.de

 

 

Meine Meinung

Das Buch „Wunderworte“ hat mich allein vom Cover her sofort angesprochen … so bunt und fröhlich wie es auf den ersten Blick farblich auch wirkt … so verwirrend und auch schmerzhaft wirken diese Worte doch auch auf mich. Immerhin sind ja nicht nur positive Worte zu sehen.
Auch die Inhaltsbeschreibung hat mich sofort gepackt – denn mal ehrlich – Worte können einen sehr verletzen, aber auch Balsam für die Seele sein – und darum wollte ich einfach mehr über dieses Buch erfahren.

Bei diesem Buch handelt es sich um ein Jugendbuch für Leser ab 10 Jahren – von der Thematik her passt das auch super.
Mit einem packenden, lockeren und mitreißenden Schreibstil hat mich die Autorin sofort gehabt – so flüssig und leicht kam ich in die Geschichte rein. Aber wer meint, dass es einfach nur ein locker leichter Jugendroman ist – der täuscht sich. Die Geschichte ist so tiefgründig, so schmerzhaft und so realistisch – wenn sie auch mit der fiktiven Krankheit CAV hier eine Rolle spielt. An dieser Krankheit ist nämlich die Protagonistin Elyse erkrankt. Diese äussert sich so, dass Worte, die an sie gewandt sind, sich auf ihrer Haut sichtbar zeigen. Die guten Worte bringen ein angenehmes und prickelndes Gefühl mit sich – die bösgemeinten Worte schmerzen, jucken und sie quälen, was für Elyse mehr als schmerzhaft ist.

Wenn man davon ausgeht, wie böse Worte uns Menschen generell belasten, wie sie uns ans Herz gehen, schmerzen und ja … einen seelisch sehr belasten, so ist das in dieser Geschichte anhand der Krankheit CAV herzergreifend und sehr gefühlvoll umgesetzt.
Sehr viele Vorfälle, Momente und Augenblicke die mit dieser Sache zu tun haben, lassen sich auf den normalen Alltag umsetzen. Hier in der Geschichte wird lediglich die Wirkung der Worte ins sichtbare umgesetzt – was es besonders emotional wirken lässt.

An sehr vielen Stellen war ich so berührt, schmerzhaft ergriffen und konnte mich auch in Situationen aus meiner Jugend, an Momente die meine Tochter schon erleben musste, erinnern – und es ging mir sehr ans Herz. Berührend, absolut verständlich und anschaulich wird hier die Art des Mobbings, der Beleidigungen und der Verletzlichkeit von Worten umgesetzt, aber auch das Gefühl von Lob, Liebe und einfach nur guten Worten.

Die Handlung ist absolut nachvollziehbar und lässt es zu, den normalen Alltag eines jeden Lesers hier stückchenweise wieder zuerkennen. Das berührte mich sehr und ja … die Geschichte wurde auch sehr emotional und herzergreifend zu einem Ende gebracht, wie es sich auch abspielen hätte können.

Dieses Buch bietet meiner Meinung nach allerhand Gesprächsstoff und sollte den Lesern ab 10 Jahre durchaus die Augen öffnen und sie dazu animieren, einige Dinge und Handlungsweisen von ihnen selbst zu überdenken.

Ein Buch, das in einer fiktiven, aber durchaus möglichen IST Geschichte dargestellt wird – eine Wahrheit, die Worte so mit sich bringen – wird hier sehr anschaulich umgesetzt wurde.
Grundthemen sind hier Mobbing, Freundschaft, seelische Verletzungen  – aber auch Themen wie Selbstfindung, Selbstbewusstsein und ja – der Umgang mit kniffligen Situationen.

Fasziniert war ich hauptsächlich von Elysa – der Protagonistin. Wie sie mit der Krankheit CAV umgeht, wie sie verletzt wurde – gekämpft hat – und ihr Selbstbewusstsein im laufe der Zeit stärkte – wie sie über sich hinaus wuchs und eine Entwicklung mitmachte, die den Leser berührt.
Auch wenn ich aus dem Lesealter wohl rausfalle – so konnte mich die Geschichte berühren – sie hat mich gepackt – und einige besonders faszinierende Momente mir beschert.
Ein Buch, das einige Weisheiten verpackt hat, das tiefe und wertvolle Schätze an den Tag bringt … und ja- dem Leser einfach die Augen öffnet und zum Nachdenken bringt.

 

Fazit

„Wunderworte“ von Abby Cooper ist ein berührendes, aussagekräftiges und wundervolles Jugendbuch mit absolut tiefgründigen Themen, die ans Herz gehen.
Es zeigt dem Leser sichtbar auf, was Worte ausmachen – wie sie verletzen können, aber auch einen glücklich machen.
Sehr emotional und bildgewaltig, wenn auch aufgrund einer fiktiven Krankheit – zeigt es allerhand parallelen zum Alltag auf.
Ich bin begeistert. Angefangen vom Cover, über die liebevollen Protagonisten bis hin zu einer wahnsinnig lehrreichen und doch auch realistischen Handlung, die mich tief berührte.
Voller Spannung hab ich mich durch die Seiten geschlungen und bin mehr als nur angetan.

Mein persönliches Buchhighlight für den Monat April !!!

 

 

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