[Rezension] “Ein Hauch von Zedern” von Mary Moon

 

Ein Hauch von Zedern

von Mary Moon

erschienen: 01. Juni 2018
Verlag:
Seiten: 97
ASIN: B07CN98QD8
E-Book: 1,99 €
Genre: Erotik, Kurzgeschichte

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Kurzbeschreibung

Als Carmen auf den gutaussehenden Fremden trifft, gerät ihre Gefühlswelt völlig durcheinander. Doch hält sie ihre Schüchternheit davon ab, ihm näher zu kommen.
Um ihre heimlichen Fantasien auszuleben, flüchtet sie sich in leidenschaftliche Abenteuer. Dabei ahnt sie nicht, dass ihr Glück bereits hinter der nächsten Ecke auf sie lauert.

 

Meine Meinung

Bei dieser Geschichte handelt es sich um eine erotische Kurzgeschichte. Schon anhand der Seitenzahl lässt es sich ja erahnen, dass hier in der Kürze die Würze liegt.
Für eine Kurzgeschichte bekommt man hier als Leser aber doch einiges geboten. Von einer ruhigen Protagonistin namens Carmen, die im alltäglichen Leben eher zurückhaltend und schüchtern ist, aber nachts ihren sexuellen Fantasien auf sehr abenteuerliche Art und Weise auslebt.
Dabei scheint sie eine sehr offene und ja, sehr experimentierfreudige Person zu sein, die auch nicht davon zurückschreckt sich auf außergewöhnliche Abenteuer einzulassen. Auch was das Geschlecht angeht, ist sie sehr offen. Es geht hier auch nicht um Gefühle – sondern um das Prickeln, das Abenteuer, der Reiz des Neuen – hatte ich so das Gefühl. Bis Lennart ihren Weg kreuzt, der Gefühle für Carmen empfindet und einen Weg sucht ihr Nahe zu kommen.

Erotik

An dieser mangelt es nicht … denn dafür wird hier in der Kürze der Geschichte allerhand aufgetischt. Es bietet sich einiges für den Leser – und man wird hier sehr abwechslungsreich unterhalten.
Wenn es auch nicht zu sehr ins Detail geht, und auch sehr prickelnd alles in Szene gesetzt wird, so fand ich die Beschreibungen noch nicht ausgeprägt genug. Es wiederholt sich vieles an Formulierungen, was schöner gewesen wäre, hier was Abwechslung reinzubringen. Erotisch und Prickelnd gestaltet es sich aber trotzdem. Und für eine Kurzgeschichte war es für mich voll ok.

Charaktere

Für eine Kurzgeschichte darf man ja bekanntlich nicht zu viel erwarten, da es auf den wenigen Seiten schwer ist Charaktere sehr tiefgründig rüberzubringen. Das ist hier aber trotzdem im Bezug auf Lennart geglückt. Bei der Figur Carmen kam mir alles doch sehr oberflächlich rüber.
Es gibt aber allerhand Nebencharaktere, die evtl. in weiteren Kurzgeschichten ihren Einsatz bekommen könnten – Neugierde wäre geweckt, da noch was mehr über sie zu erfahren.

Gefühle

Was die Gefühle angeht – so kamen die zwar rüber – aber hätte ich mir mehr Glaubhaftigkeit gewünscht. Die Handlungsweise von Lennart war am Ende nicht ganz nachvollziehbar für mich – auch was Carmen angeht – das war doch sehr aufgesetzt.
In den erotischen Szenen gab es einiges an Gefühlen – und das Prickeln war auch spürbar – aber es fehlte dafür an der Hauptgeschichte, dass hier alles was glaubhafter und emotionaler hätte sein können.
Ich hatte das Gefühl, dass hier die Erotikszenen schon vor der eigentlichen Geschichte standen – und um diese nun alle zu vereinen eine Geschichte drumherum versucht wurde zu erschaffen … was jetzt nicht unbedingt schlecht ist, aber eben der Glaubhaftigkeit nicht unbedingt gut tat.

Kurzgeschichte

Kurzgeschichten muss man mögen oder auch nicht … ich lese gerne immer wieder mal zwischendurch eine. Das Manko – man kann sich nicht so identifizieren – oder auch die Charaktere nicht so verstehen, wie bei einem vollständigen Roman. Dafür fehlt es einfach an der Seitenzahl.
Trotzdem ist es eine tolle Abwechslung, wenn man auf die schnelle einfach mal was kürzeres inhalieren möchte – oder sich einfach mal eine kleine Geschichte vor dem Schlafen gehen schnappen kann.
Gerade auch auf Busfahrten und dem Weg zur Arbeit – sind genau solche Kurzgeschichten einfach nur praktisch und toll.

Schreibstil

Der Schreibstil war sehr locker und modern gehalten. Man kam sehr schnell in die Geschichte rein – und hing dann auch drin fest, bis zum Ende. Was jetzt bei der Länge auch kein Problem ist. Ich musste teilweise lachen, über die ein oder andere humorvolle Aktion – was dem ganzen hier sehr gut getan hat.

Cover

Das Cover mag man oder auch nicht – es ist auf jeden Fall was anderes – und gibt letztendlich den INhalt dieser Story sehr gut rüber. Der Duft von Zedern spielt hier eine besondere Rolle, die man in der Geschichte auch schnell mitbekommt und dann das Cover auch mit anderen Augen sieht. So ging es mir zumindest.

 

Fazit

“Ein Hauch von Zedern” von Mary Moon ist eine erotische Kurzgeschichte, von der es noch Folgebände geben soll.
Durch den lockeren und modernen Schreibstil war ich schnell in der Geschichte drin und hab mich kurzweilig gut unterhalten gefühlt. Die Erotik hat hier einen hohen Stellenwert und bietet dem Leser allerhand – es wird nicht langweilig. Lediglich mehr Abwechslung bei den Beschreibungen dieser erotischen Szenen hätte ich mir gewünscht, da sich schon vieles wiederholt.
Die Charaktere sind interessant – konnten mich aber nicht alle tiefgründig packen. Trotzdem ist meine Neugier auf die ganzen Nebencharaktere geweckt und ich bin gespannt, was Mary Moon in dieser Reihe noch so auftischt.

Kurzweiliger, prickelnder Lesespaß für Zwischendurch

 

Mir wurde das E-Book vorab zum Lesen und Rezensieren von der Autorin zur Verfügung gestellt!

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