[Rezension] „Oma geht campen“ von Regine Kölpin

Oma geht campen

von Regine Kölpin

erschienen: 1. März 2017
Verlag: Knaur
Seiten: 320
ISBN: 978-3-426-51963-9
Taschenbuch: 9,99 €
Genre: Roman

Buch beim Verlag

 

Kurzbeschreibung

In ihrem neuen warmherzig-humorvollen Familienroman „Oma geht campen“ lässt die beliebte ostfriesische Autorin Regine Kölpin erneut eine patente Oma turbulente Abenteuer, amouröse Avancen und kriminelle Ausflüge erleben. Die locker-leicht erzählte Geschichte bietet perfekte Urlaubslektüre, frisches Nordsee-Flair und authentische Camping-Erlebnisse.

Regine Kölpins sympathische Heldin ist Bille Rubens, 73 Jahre alt und eigentlich eine sehr patente Frau. Trotzdem ist sie einem Betrüger aufgesessen, dem sie jetzt eine horrende Summe schuldet. Als wären das nicht genug Sorgen, verfolgt Fleischermeister Häwelmann sie mit Heiratsanträgen. Da kommt ihr das Angebot ihrer Nachbarn gerade recht: Für deren Kinder gibt Bille gern die Ersatz-Oma, und in dieser Funktion soll sie mit an die Nordsee, zum Campen. Leider reisen Billes Probleme ihr nach, weshalb es auf dem Campingplatz bald höchst turbulent zugeht. Ein Glück, dass Billes ›Enkelkinder‹ ihr beistehen, tatkräftig unterstützt von Biker Franz. Der nervt nicht mit Anträgen, dafür hat er eine Harley …

Quelle: droemer-knaur.de

 

Autor

Regine Kölpin hat zahlreiche Romane und Kurztexte publiziert, gibt Anthologien heraus und leitet als Dozentin Schreibseminare für alle Altersklassen. Unter Regine Fiedler schreibt sie für Kinder. Die Autorin wurde mehrfach ausgezeichnet. Ihre Lesungen gestaltet sie u.a. mit musikalischem Beiprogramm des Gitarrenduos „Rostfrei“, wo Regine Kölpin als Backgroundsängerin zu hören ist. Sie wurde 1964 in Oberhausen (NRW) geboren und ist verheiratet mit dem Musiker Frank Kölpin. Sie haben 5 Kinder und zwei Enkel und leben ihr Großfamiliendasein in einem historischen Dorf an der Nordseeküste Frieslands. Mehr unter: www.regine-koelpin.de

Quelle: droemer-knaur.de

 

Meine Meinung

Oma zeigt Flagge“ hat mich vor 2 Jahren schon überzeugt und bestens unterhalten. So war ich sehr neugierig auf eine weitere tolle Story mit einer patenten Oma in der Hauptrolle, aus der Feder von Regine Kölpin.

Allein das Cover ist schon wieder so vielversprechend … weist Ähnlichkeiten auf zum Cover von „Oma zeigt Flagge“ aber es bezieht sich hier natürlich total auf Oma Bille und ihrem Campingurlaub im hohen Norden. Die Möwe kennt man auch schon … doch sie wird hier nochmal ganz besonders in Szene gesetzt. Ein Cover, das genau das ausdrückt und aufzeigt, was den Leser hier im Buch erwartet.

Und ich muss sagen – nachdem ich das Buch nun beendet habe – dass es supertoll zum Inhalt passt. Auf dem Cover sieht man Oma Bille  – und Oma Bille ist einfach nur klasse. Ich mag diese patente, aufgeweckte, anständige, ältere Dame – mit ihren 73 Jahren ist sie aber sowas von knuffig und fit … mehr als man glaubt. Auch wenn sie hier in der Geschichte erstmal einem Betrüger aufsitzt – so wird in anderen Passagen ihre aber auch starke und taffe Art hervorgehoben. Auch wenn sie sich schnell mal zu etwas hinreißen lässt – wie mit den Lammfelldecken – so pfiffig und vorsichtig ist sie aber auch, was ihre Verehrer angeht – mehr oder weniger *lach*

An Verehrern mangelt es Oma Bille nicht – doch nicht alle spielen ein faires Spiel mit ihr … und dann noch die Sache mit dem Bodybuilder, der ihr an die Kohle will und sie regelrecht verfolgt. Es mangelt in diesem Roman also auch nicht an kriminellen Momenten

Oma Bille ist jetzt keine typische Oma, der man einfach nur ständig unter die Arme greifen will … nein, Oma Bille ist eine Persönlichkeit, die man eher manchmal ein bisschen mehr auf die richtige Spur schieben will. Doch dafür hat sie ihre „Enkel“ – und die sind Oma Bille eine große Hilfe, durch ihre spritzige, pfiffige und clevere Art und Weise.

 

Regine Kölpin hat mich mit dieser Geschichte wieder super unterhalten. Fließend und mitreißend wurde ich in die Geschichte hineingezogen und verfolgte das Abenteuer voller Spannung mit der richtigen Mischung an Urlaubsfeeling, Krimi, Liebe und einer großen Portion Herzlichkeit.

Es wird hier schnell deutlich dass die Protagonisten nicht immer nur jung und knackig sein müssen, es wird auch schnell klar, dass Omas nicht unbedingt langweilig sind … und die Kulisse des hohen Nordens ist hier genau richtig.

Ich kann nur sagen, dass es sich hier um eine unterhaltsame, lockere, leichte aber auch tiefgründige und absolut herzige Lektüre handelt, die Spannung und Abenteuer mit sich bringt, die den Leser auf den Campingplatz entführt und die mich das ein oder andere mal zum Lachen aber auch zum Kopfschütteln brachte. Abstrakt, aussergewöhnlich aber mehr als nur unterhaltend – das trifft hier genau zu.

 

Fazit

„Oma geht campen“ von Regine Kölpin ist ein absolut unterhaltender, spannender, lustiger und auch tiefgründiger Roman, der zeigt, dass Omas mal überhaupt nicht langweilig sein müssen – nein, sondern sehr unterhaltsam, aussergewöhnlich und einfach nur genial sein können.
Die Kulisse, die Charaktere und die Handlung hat mir super gefallen und ich könnte noch einige Geschichten mehr mit allerhand Omas lesen.

Darum gibt es von mir auch omamässige, geniale 5 Bewertungspunkte.

Previous

Next

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.