Als Larson das Glück wiederfand – ein Kinderbuch, das sehr berührt

 

alt="Als Larson das Glück wiederfand"
©2018 arsEdition
Als Larson das Glück wiederfand / Martin Widmark / Emilia Dziubak / arsEdition / erschienen: 16.08.2018 / ISBN: 978-3-8458-2599-1 / 40 Seiten / ab 5 Jahre

Als Larson das Glück wiederfand

Selten hatte ich ein Kinder- bzw. Bilderbuch in der Hand – das mich selbst als Erwachsene – so sehr berührte.
Dieses Buch – das so dunkel, geheimnisvoll – aber auch so traurig wirkt, hat es gewaltig in sich.

Ein Thema – das mir Gänsehaut bereitete – so süß sich gestaltet und ganz, ganz tief mich im Herzen berühren konnte. Ich weiß schon, warum ich Kinderbücher so sehr liebe – denn da gibt es immer wieder ganz unerwartet absolute Schmuckstücke, die auch Erwachsene berühren können. So auch hier …

Inhalt:

Der alte Larson lebt nach dem Tod seiner Frau ganz einsam in seinem großen Haus. Doch eines Abends klopft der Nachbarsjunge an die Tür und übergibt ihm einen Blumentopf mit Samen. Um die soll Larson sich während dessen Ferien kümmern. Das hat ihm gerade noch gefehlt! Doch mit dem Aufblühen der Samen findet auch Larson das Glück wieder und lässt endlich Licht und Freude in sein Leben zurückkehren.

Und es ist der Beginn einer wunderbaren, generationenübergreifenden Freundschaft.

Mehr Infos zum Buch

 

alt="Als Larson das Glück wiederfand - Innenansicht"
©2018 arsEdition München, Illustrator: Emilia Dziubak

Generationsübergreifende sehr berührende Geschichte

Kinderbücher müssen nicht immer nur für Kinder sein – auch wenn sie das an erster Stelle sind. Aber es gibt Werke, die sollten sich auch Erwachsene mal zur Hand nehmen – und einfach mal mit anderen Augen die Dinge sehen.
Solch ein Buch ist “Als Larson das Glück wiederfand”.

Die Geschichte geht um den alten Larson – der ganz alleine lebt und einsam ist – nachdem seine Frau verstorben war. Dabei sieht er nicht mehr, wie schön das Leben doch sein kann … bis … ja bis … der Nachbarsjunge bei ihm vor der Tür steht und Larson darum bittet, währen er mit seinen Eltern in den Urlaub fährt – doch bitte auf seinen Samen aufzupassen, den er in einem Topf gepflanzt hatte…. und das veränderte für Larson alles.

Traurig schön, Herzergreifend und so eine tiefgründige Thematik

Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll … es berührt mich immer noch so sehr, wenn ich an diese Geschichte und ihre Wirkung denke. Das ganze gestaltet sich sehr traurig und düster – wie man schon unschwer am Cover und an den Bildern sehen kann. Die ganzen Illustrationen sind sehr dunkel und düster gehalten – spiegeln sie so doch das ganze Ausmaß von Larsons empfinden und seinem trostlosen Dasein wider.

Doch man findet auch das Licht … erst sehr klein und unscheinbar – aber es wächst und wird immer größer.
Die Kombination – von den wunderschönen, stimmigen Illustrationen – bis hin zu dieser traurigen, tiefgründigen und so eine herzergreifende Geschichte über Larson, das lässt die Tränchen laufen.
Ja – glaubt es nun oder auch nicht – aber mich berührte die Geschichte so sehr – dass ich es als einen wundervollen Buchschatz hier anpreisen will.

alt="Innenansicht, Als Larson das Glück wiederfand"
©2018 arsEdition München, Illustrator: Emilia Dziubak

Eine Geschichte über das Alleinsein im Alter – wenn die Liebe verstorben ist – und man nur noch so dahinlebt – und alles nur noch grau und düster sich gestaltet. Alles sehr trostlos und ohne den Lebensschwung – denn der ist von einem gegangen. Dann die Wende – ein kleiner Junge, mit seinem Blumensamen, verändert alles und es wird hell und der Lebenswille kehrt zurück.

Mal ganz ehrlich …. ist es nicht bei vielen alten Leuten so? Sie sind einsam und allein – und eigentlich brauchen sie nur einen kleinen Anreiz, eine kleine Aufgabe – für die sie verantwortlich sind – und schon kann alles ganz anders sein?
Ich weiß gar nicht – wie ich das alles hier in Worte fassen soll …. ein Buch, das es gewaltig in sich hat, das Augen und Herzen öffnet – und meiner Meinung nach nicht nur ein einfaches Kinderbuch darstellt.

Ein Schatz unter den Kinderbüchern

Selten findet man so richtig schöne Schätze unter den Kinderbüchern  – und ich bin so froh, dass ich über genau dieses hier gestolpert bin. Es berührt – es öffnet das Herz und es öffnet vor allem die Augen.
Mehr fällt mir dazu fast nicht mehr ein – nur eines …

Ganz egal ob jung oder alt,  ob Erwachsener oder Kind, ob Männlein oder Weiblein …

… nehmt euch die Zeit – und werft einen Blick in dieses Kinderbuch – und verschenkt es, stellt es in euer Buchregal, zeigt es euren Kindern, Enkelkindern etc. pp …. lasst diesen Buchschatz wandern und lasst die Geschichte auf euch wirken … und glaubt mir… solch einen Lichtblick – den wünscht ihr euch im Alter später auch mal – ehrlich und ganz bestimmt!!!

Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt!!!

 

Mehr über Martin Widmark (Autor)

Martin Widmark gilt als einer der bedeutendsten schwedischen Kinderbuchautoren. Seit 2008 sind seine Bücher die beliebtesten Werke in Schwedens Büchereien und schon elf Mal in Folge erhielt Martin Widmark den Children’s Own Award. Seine Bücher sind stetig auf Bestsellerlisten zu finden, bekamen ausgezeichnete Kritiken und wurden schon in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Bevor Widmark ein „Vollzeit-Autor“ wurde, unterrichtete er als Lehrer in einer Mittelschule und Schwedischlehrer für Immigranten. Er schrieb auch einige Lehrbücher.

Mehr über Emilia Dziubak (Illustrator)

Nach Emilia Dziubaks Studium an der Posener Akademie der Schönen Künste in Polen erschien im Jahr 2011 mit dem Kochbuch “A Treat for a Picky Eater” ihr erstes Buch für Kinder. In Südkorea kam das Kochbuch in die engere Wahl für den 4. CJ Bilderbuch-Award. Emilia Dziubaks Illustrationen zierten eine Vielzahl von Zeitschriften, wie beispielsweise Art & Business, ebenso die im Verlag Nasza Księgarnia erschienenen Bücher „I Don’t Want to Be a Princess“ und „The Classics for Children“. Bereits zum zweiten Mal wurde Emilia Dziubak für den PTWK-Wettbewerb um das schönste Buch des Jahres nominiert, 2014 erhielt sie den Warschauer Literaturpreis für ihr Buch „Please Give Me a Hug“.

 

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