The Belles. Schönheit regiert

***Rezensionsexemplar***
Das Buch wurde mir über die Netzwerk-Agentur-Bookmark

vom Thienemann-Esslinger Verlag zur Verfügung gestellt.

Schönheit – ein Thema, das immer wieder aktuell ist und mich hier anhand der Kurzbeschreibung sofort in seinen Bann gezogen hat.
Die Schönheit kommt bei diesem Buch auf mehrfache Art und Weise zum Einsatz – schon allein optisch ist das Buch ein wirklich schönes Exemplar.
Diesbezüglich war ich sehr gespannt, was sich hinter dieser Reihe verbirgt und ich freute mich, es schon vorab lesen zu dürfen.

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The Belles. Schönheit regiert

von Dhonielle Clayton

Glitzernd, glanzvoll, grausam – willkommen in der Welt der Belles!
Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen …

Quelle: Thienemann-Esslinger Verlag

Mehr über das Buch “The Belles. Schönheit regiert”

Schönheit – auf verschiedenen Ebenen

Schon allein die Aufmachung des Buches ist eine wahre Augenpracht. Die Schönheit ist also nicht nur Thema hier in der Geschichte sondern wurde auch in der Covergestaltung und der Aufmachung durch den Transparenten Umschlag und den blumigen Kapitelverzierungen, sowie den interessanten und anschaulichen Karte von Orleans und seinen Nachbarinseln im Innenteil vorne und hinten.

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Es ist also schon ein Erlebnis für sich das Buch erstmal optisch genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bildhafte Schilderungen – ein Fluch und Segen zugleich

Sehr schnell war ich dann in das Buch abgetaucht – und wurde in eine sehr blumige, zauberhafte, bildgewaltige und anschauliche Beschreibung der ganzen Sache entführt. Die Welt wird hier wunderschön und einzigartig dem Leser schmackhaft gemacht – das konnte mir alles sehr gut vorstellen und war begeistert.

Auch die ganzen Handlungsorte wurden hier sehr anschaulich und bildgewaltig dem Leser präsentiert. Die Bilder gestalteten sich im Kopf allein schon von der sehr anschaulichen Beschreibung – doch es wiederholte sich sehr schnell alles – und die Handlung an sich blieb dann auch gerne mal was auf der Strecke. Das änderte sich zwar im Laufe der Geschichte. Was am Anfang zu langatmig und fast schon langweilig wurde – ging zum Ende hin in ein sehr rasantes und spannendes Lesen über – da hätte die Mischung besser sein sollen.

Ein Fluch und Segen also zugleich – so schön und gigantisch, wie man hier alles beschrieben bekommt – so wurde es auch dann einfach nur nervig und einfach zu viel. Manchmal ist weniger eben einfach mehr.

Wenn Schönheit einen faden Beigeschmack bekommt

Die Schönheit ist hier natürlich Thema Nr. 1. Dabei wird über Leichen gegangen, um die Schönheit zu erlangen, wenn es sein muss. Und das im wörtlichen Sinne. So wird dem Leser hier klar rübergebracht, das man ohne Schönheit hier einfach nur fehl am Platze ist…

Das zog sich durch die ganze Geschichte so – und die Schönheit bekam hier für mich einen wirklich faden Beigeschmack. Denn ich hatte mir da was anderes erhofft… doch dies wird vielleicht und hoffentlich in der Fortsetzung sich alles noch ändern. Was ich mich mir sehr wünsche.

Vielversprechend und doch ganz anders als erwartet

Alles klang so vielversprechend und ich hoffte auf eine schöne Rebellion gegen diesen Schönheitswahn – doch der blieb hier leider aus.
Es werden hier sämtliche Machenschaften aufgeführt und angedeutet- nur um die Schönheit zu erlangen. Dabei bleibt der Wendepunkt lange aus… und erst gegen Ende des ersten Teils passiert hier mal was in der Richtung.
Meine Erwartungen wurden hier leider nicht getroffen – doch ich hoffe, dass in der Fortsetzung, sich das Blatt noch wendet und alles, was ich vermisse, dort dann zum Einsatz kommt.

Schockierend und zuckersüß zugleich

Wenn man zu Beginn noch in eine traumhafte, zuckersüße Welt entführt wird – die sich mit sehr bildhaften und anschaulichen Worten hier dem Leser präsentiert – so wird es gegen später sehr schockierend. Es wird hier wirklich vor nichts halt gemacht – und das war mehr als nur erschreckend und grausam. So wurde die Prinzessin zu einem regelrechten Monster, das seine Untertanen zu Sachen zwingt, die man nicht wirklich möchte. Sehr heftig geht es dabei zur Sache – und dann auch noch recht gefühlskalt.

Sehr oberflächliche Charaktere

Wenn man hier bildhaft zwar sehr anschaulich unterhalten wird, so kommt das bei den Charakteren zu kurz. Sie sind sehr oberflächlich gehalten und lassen gar keine rechten Emotionen zu. So gestaltet sich alles sehr dahinplätschernd – wo ich mir einfach mehr Gefühle und Tiefe gewünscht hätte. Auch sind sie sehr schwach gehalten – und lediglich die böse Prinzessin, mit ihren sehr monströsen Machenschaften drängt sich hier sehr in den Vordergrund – und wird mir somit am ehesten in Erinnerung bleiben, von den Charakteren her.

Eine Liebe – die hier fehlt am Platze war

Das gewählte Liebespaar wirkt mir hier sehr aufgesetzt und ja – ich hätte da ja jemand anderes vermutet – aber ok … – kann ja noch kommen, wenn ich so über das Ende des 1. Bandes nachdenke.

Die Emotionen kamen hier auf jeden Fall nicht rüber – wirkte alles sehr gestellt und durch die oberflächlichen Charaktere auch aufgesetzt und nicht glaubwürdig. Da hätte ich mir eine andere Bindung gewünscht – was ja vielleicht noch kommen kann.

Wenn ein Buch, den Leser wanken lässt

Ich bin hin und her gerissen, was diese Reihe angeht – meine Neugier auf mehr ist geweckt, da ich hoffe, dass es im nächsten Band endlich mal zur Sache kommt. Doch auch ein Unwohlsein zwängt sich mir hier auf – ob es weiter nur um die Schönheit geht und keine Machenschaften dagegen ankämpfen? Ich weiß es nicht – und bin daher sehr am wanken, wie und was ich von allem halten soll.

Eins ist sicher – ich hatte mir doch was anderes erhofft – gerade gegen den Schönheitswahn mehr zu appellieren – und diese auch in der Geschichte mehr zum Einsatz zu bringen. Die Grundidee ist stark und klasse – doch an der Umsetzung fehlt mir noch die richtige Würze. Statt dessen wurde hier ein Bild vermittelt – dass Schönheit einfach alles ist – und dass man für Schönheit auch über Leichen kennen kann. Nicht das, was ich mir erhofft hatte.

Weitere Lesermeinungen

Kommentare 2

  • Ich halte dieses Buch sehr oft in meinem Händen, wenn ich stöbern gehe und lege es dann doch wieder weg … Nach deiner Beurteilung habe ich wohl instinktiv richtig gehandelt – oder doch nicht ?

    Erstmal Danke für deine Rezi <3

    • Hallo Meike,
      ich glaube, dass sich hier bei diesem Buch die Leserschaft ganz schön spaltet *lach*
      Die Meinungen gehen soweit auseinander – das ist schon echt spannend zu verfolgen.
      Hab oben mal noch ein paar andere Lesermeinungen eingefügt – die teilweise ganz anderer Meinung sind ;)
      Also vielleicht doch am besten sich selbst ein Bild von machen ;)

      LG Bibi

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