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Interview

Interview mit Emily Bähr: “Herz aus Bronze”

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Heute ist Zeit für ein INTERVIEW MIT EMILY BÄHR. Warum? Na ganz einfach.
Vor ein paar Tagen war es soweit. “Herz aus Bronze” von Emily Bähr ist erschienen. Ich durfte schon vorab in diesen genialen Reihenauftakt abtauchen und bin begeistert, was die liebe Emily da wieder gemacht hat.
Umso mehr freu ich mich, dass ich nun schon mein 2. Interview mit Emily Bähr führen darf. Ich hab euch ein paar interessante Einblicke und Zukunftsvisionen entlocken können … also seid gespannt und habt viel Spaß!!!

Interview mit Emily Bähr

zu “Herz aus Bronze”

Hallo Emy, ich freue mich, dass wir beide heute erneut zu einem Interview zusammenkommen. Ich durfte dich schon vor einem guten Jahr interviewen im Rahmen der Blogtour „Ewig und ich“ deinem Debütroman bei Impress damals. (Hier nachzulesen)
Seither ist ja einiges passiert – und es gibt auch schon eine Trilogie bei Impress von dir – „Wasteland“.
Aber sag – wie ging es dir zwischenzeitlich mit all deinen Büchern?

E: Ich muss ehrlich sagen, die Zeit ist unglaublich schnell vergangen, dass ich es gar nicht genau greifen konnte. Die Veröffentlichungen kamen Schlag auf Schlag, da die Manuskripte schon in der Schublade hatte – kaum war ein Buch draußen, steckte ich schon im Lektorat vom nächsten und als es dann mit der Veröffentlichung von Wasteland 3 ruhiger wurde, habe ich meine ganze Energie in das neue Skript gesteckt. Es war wie ein Rausch.

“Herz aus Bronze”

Nun steht dein neuestes Werk am Start – „Herz aus Bronze“ der Auftakt einer weiteren Trilogie.
Wie kam diese Geschichte zustande – erzähl doch mal.

E: Tatsächlich kam der Grundgedanke aus einem Videospiel. Ich bin großer Fan der Fallout Reihe und einer meiner Lieblingscharaktere ist Nick Valentine, ein Detektiv – und Roboter, den man leider im Spiel nicht daten kann (untröstlich! :D). Aus dieser Frustration entstammt die Idee eines Roboters / Automats, der am Ende tatsächlich denken und fühlen kann (das ist aber auch schon ein paar Jahre her) und mit der Zeit kamen dann einfach einzelne Elemente zur Geschichte und zum Worldbuilding dazu und so ist die Story über Jahre hinweg gewachsen.

In „Herz aus Bronze“ gehst du wieder sehr bildgewaltig und mit sehr durchdachter Strategie ans Werk. Ich hing regelrecht fest und war erstaunt, wie alles so seinen Weg ging und leide nun … ist das der Plan gewesen? Wie hast du dieses Netz an Verstrickungen, Geheimnissen und Gefühlen aufgebaut? Wo du doch das Chaos liebst?

E: Ich liebe ein wenig Unordnung, aber im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, dass eine komplexe Story sich nicht aus Spontaneität und Chaos bauen lassen kann. Es braucht Struktur, um die einzelnen Elemente zusammenzuhalten, Logiklöcher zu vermeiden und um der Geschichte nervige Zufallselemente zu nehmen – und dazu muss man eben plotten. Und genau das mache ich – akribisch und sehr zeitintensiv.

In der Story existieren Automaten, die die Menschen ersetzen sollen und immer mehr Arbeiten ausführen.  Wie bist du auf diese Idee gekommen?

E: Die ursprüngliche Idee entstammt wie mein Protagonist auch aus den Fallout-Spielen. Ich wollte der Geschichte trotz des „historischen“ Settings eine dystopische Note geben, um gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen und gleichzeitig Zündstoff für einen höhergestellten Konflikt zu liefern.

Zeppeline und noch mehr

Die Welt, das Setting, das du hier erschaffen hast – das hat mich regelrecht umgehauen. So schön detailliert und bildhaft hast du es hier in Worten beschrieben. Wenn du es kurz zusammenfassen müsstest, wie würdest du diese Welt beschreiben?

E: Komplex. Ahaha. Es ist eine historisch inspirierte Urban Fantasy Welt in einer alternativen Gegenwart, mit Elementen aus Dystopie und Steampunk. (Die Beschreibung passt auf kein Werbebanner.)

alt="Setting - Herz aus Bronze"
© Emily Bähr

Die Wolkenstadt hat mich ja besonders fasziniert und da kommt man ja nicht so einfach hin. Dazu benötigt es die Zeppeline – wie kam es, dass gerade Zeppeline ein beliebtes Fortbewegungsmittel hier einen Platz erhalten haben? (Ich hoffe, dass das nicht zu viel verrät oder?)

E: Drei Worte: Zeppeline. Sind. Cool. Ich glaube meine eigene Affinität für Technik hat dort ordentlich mit reingespielt. Aber die Tatsache, dass Zeppeline den Flugzeugen bevorzugt werden (die es ja durchaus auch gibt) beschreibt die dekadente Gesellschaft in Kingsbury zu gut. Das Sicherheitsrisiko ist ihnen egal. Stattdessen zählen das Statussymbol und der Komfort, die ein Luftschiff bietet.

Ivy & Aidan

Ivy und Aidan – zwei total unterschiedliche Personen und Wesen. Da haben wir Ivy, das Mädchen aus dem Goldkäfig möchte man schon fast behaupten – und Aidan – der Automat in menschlicher Gestalt mit „Fehlfunktionen“ (um nicht zu viel zu verraten). Beide treffen auf einmal aufeinander und ja – die Unterschiede könnten nicht größer sein. War es schwer für dich, diese beiden zusammenkommen zu lassen, gerade weil sie so extrem unterschiedlich sind? Oder fiel dir das doch eher sehr leicht?

E: Es fiel mir tatsächlich sehr leicht. Einerseits, weil ich als Autorin die Hintergründe kenne *höhö*, aber auch weil sie charakterlich so veranlagt sind, dass sie sich durch ihre Unterschiede einfach sehr gut ergänzen. Wo ich mich bei früheren Stories oft zu romantischen Sequenzen zwingen musste, musste ich mich bei Herz aus Bronze regelrecht zurückhalten, dass sie nicht buchstäblich zusammen durchbrennen.

Beide machen hier ja eine riesen Entwicklung mit – sie müssen mit Intrigen, Entführung, Geheimnissen und noch vielem mehr klarkommen. Dabei gibt es so wundervolle Szenen, Momente – die einfach nur genial und abenteuerlich aber auch sehr gefühlvoll und spannend sich gestalten. Welche Szene der beiden – liegt dir da besonders am Herzen? Oder war besonders schwer für dich umzusetzen?

E: Es gibt da eine Szene recht weit am Ende: ein Ball. Diese Szene hatte ich im Kopf, bevor überhaupt die Story drumherum stand, ich liebe das Kopfkino dazu und ich habe beim Schreiben Seite um Seite regelrecht darauf hin gefiebert und als es dann soweit war, habe ich sie wie im Rausch niedergetippt. Wer es gelesen hat, weiß genau, wovon ich spreche und wird mir da bestimmt zustimmen, dass dieser Moment in der Geschichte einfach *hach* ist.

Ich würde ja sehr gerne so einige Fragen zur Story stellen – aber die Gefahr hier zu spoilern ist echt groß. Wie würdest du es in 3 Sätzen beschreiben – was erwartet hier deine Leser?

E: Herz aus Bronze ist der Auftakt einer romantischen, rätselhaften, aber auch später düsteren Reihe. Den Leser erwarten große Gefühle, Herzschmerz und ein ganzes Netz aus Geheimnissen, die erst nach und nach gelüftet werden. Oh, und natürlich Magie.

alt="Schnipsel - Herz aus Bronze"
© Emily Bähr

Selbst ist die Frau

Mit dieser Trilogie hast du dich entschlossen als Selfpublisher auf den Markt zu gehen. Wieso und warum? Wie kam es dazu?

E: Das hatte vielerlei Gründe – einerseits wollte ich gerne die Kontrolle über meine Bücher haben: darüber, was beim Lektorat mit ihnen geschieht, welches Cover sie bekommen und wie sie im Endeffekt vermarktet werden – denn damit steht und fällt letzten Endes der Erfolg eines Buches. Zum anderen habe ich die Reihe „Mechanic“ nie wirklich bei einem Publikumsverlag gesehen – die Einordnung der Geschichte ist zu komplex und für die meisten Verlage abschreckend, die Gefahr dass das Buch untergeht sehr groß. Und nach einigen Gesprächen mit I. Reen Bow, die sich beim Schreiben auch nicht in eine Genre-Schublade stecken lässt, war die Entscheidung dann gefallen.

Das Cover zu „Herz aus Bronze“ ist einfach nur wunderschön – wie kam es zustande? Hast du es selbst gemacht oder anfertigen lassen?

E: Selbst gemacht – wobei mich zwischenzeitlich die Verzweiflung derart heimgesucht hat, dass ich mit dem Gedanken gespielt habe, doch mal bei jemandem anzufragen. Aber ich bin ja selbst Grafikdesignerin und nach 2, 3, 4 … gescheiterten Versuchen und etlichen Verbesserungen habe ich es endlich geknackt und könnte jetzt nicht glücklicher mit dem Cover sein.

alt="Cover - Herz aus Bronze"

Magie ist real

„Magie ist real“ – ein Satz, der im Klappentext steht und der im Laufe der Geschichte eine große Bedeutung bekommt. Wenn du magische Kräfte haben könntest – welche Art von Magie würdest du bevorzugen? Wie würde die Magie bei dir aussehen?

E: Also die Magie, wie sie in Herz aus Bronze dargestellt ist, fände ich schon ganz cool. Aber wir wollen das ja spoilerfrei halten. Daher gerne Magie in Richtung Doctor Strange. Mit magischen Portalen und der Fähigkeit die Realität zu „verbiegen“. Das fände ich ganz cool.

Das Ende des 1. Teils ist ja schon ein bisschen gemein – findest du nicht? Man muss damit rechnen, dass viele Fragen noch offen sind – und man regelrecht auf die Fortsetzung nun wartet. Wie lange müssen wir Leser uns dahingehend gedulden?

E: Ich bin ein furchtbarer Mensch und ich gelobe Besserung – vielleicht! Haha. Band 2 habe ich für Ende des Jahres angepeilt und würde dann auch diesen halb- bis dreivierteljährlichen Rhythmus beibehalten.

Zukunftsvisionen

Ein kleiner Blick auf die Zukunft- wie wird es weitergehen?  Kannst du uns vielleicht in drei Sätzen kurz aufführen, was uns erwarten wird?  Oder hüllst du dich komplett in Schweigen?

E: Nicht komplett. So gemein bin ich nicht. Momentan bin ich stark mit Plotten beschäftigt, daher habe ich schon ein paar Einblicke in die Zukunft. Erstens: Es könnte womöglich auf vier anstatt drei Teile hinauslaufen. Zweitens: Im späteren Verlauf werde vielleicht ein zweites Protagonistenpaar einführen. Drittens: Wenn vom Titelschutz alles klappt, dürft ihr euch im Winter 2019/2020 auf „Blut aus Silber“ freuen. 😉

Vielen lieben Dank Emy für die tollen Einblicke und Antworten – ich wünsche dir ganz viel Erfolg mit dieser Story und warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung.

Wenn ihr noch mehr über das Buch erfahren wollt – dann schaut doch in meiner Rezension zu “Herz aus Bronze” rein oder verschafft euch einen Überblick über die Protagonisten Ivy und Protagonist Aidan.

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Wie kann man jemanden lieben, wenn man selbst kein Herz besitzt?

Gold, Marmor, Seide – Ivy Aldrins Welt könnte schöner und perfekter nicht sein. Dagegen ist Aidans Existenz von Eintönigkeit geprägt, denn er ist ein Automat; eine menschlich aussehende Maschine ohne Emotionen.
Ihre Wege kreuzen sich, als Ivy aus ihrem goldenen Käfig entführt wird. Mit Aidan an ihrer Seite und der Welt gegen sich muss sie sich zurück nach Hause durchschlagen. Dabei geraten beide immer mehr in einen gefährlichen Strudel aus Intrigen, Rätseln und Geheimgesellschaften, der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen lässt. Und Ivy muss sich mit drei unumstößlichen Tatsachen abfinden.


Erstens: Jeder hat Geheimnisse. Ihre eigene Familie womöglich die größten.
Zweitens: Ein Herz aus Bronze kann dennoch ein Herz sein.

Drittens: Magie ist real.

Magisch. Romantisch. Spannend.
Band 1 der “Mechanic”-Reihe.

Quelle: Emily Bähr

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