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Kinderbuch

Pfui Spucke, Lama!

***Rezensionsexemplar***
Das Buch wurde mir über Netzwerk-Agentur Bookmark
vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt!!!

Pfui Spucke, Lama – so lautet der Titel des Bilderbuches von Katalina Brause und Carola Steverding.
Wie schon so viele Bilderbücher konnte es mich durch seine Aufmachung schon in den Bann ziehen … so ein süßes Lama… und der tolle Titel. Das könnte lustig werden, dachte ich mir …

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Pfui Spucke, Lama!

von Katalina Brause
Illustrationen: Carola Sieverding

Fluffig, flauschig und einfach liebenswert – das ist das Lama! Die anderen Tiere sind sich trotzdem einig: Wer beim Reden spuckt, darf nicht mitmachen. Nicht beim Luftballonaufpusten und schon gar nicht bei der großen Kirmes in der kleinen Stadt. Doch dann taucht ein gemeiner Dieb auf dem Kirmesplatz auf. Hui Spucke! Ob das Lama endlich allen zeigen kann, was in ihm steckt? …

Quelle: Thienemann-Esslinger Verlag

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Pfui Spucke, Lama!

Der Titel klingt schon sehr lustig, wie ich finde und macht schon vorab klar, worauf es hinausläuft. Dass Lamas spucken ist uns ja allen bekannt – aber den Kindern (gerade ab 3 Jahre) könnte das noch neu sein.
Dass Spucke auch nichts schönes ist, wenn man sie abbekommt – gerade von anderen, das kennt man ja auch.
Doch genau das, muss das Lama in dem Bilderbuch hier erfahren … dabei hat es ja nur Gutes im Sinn und will eigentlich nur zur anstehenden Kirmes helfen.

Tierisches kleines Abenteuer

Mit bunten und schönen Illustrationen, und wenig Text, ist es für das angegebene Alter genau das Richtige. Kurze Sätze, Wortwiederholungen, all das macht ein schönes Bilderbuch ja mitunter auch aus, gerade für die kleinen Leser.
Dabei geht es hier sehr tierisch zur Sache … Lama, Huhn, Schwein und Hund – und noch einige Tiere mehr – kommen hier zum Einsatz. Dabei ist das Lama immer außen vor und versucht alles mögliche, um mithelfen zu dürfen.

Was ich sehr schade finde, ist dass die Tiere hier keine Namen haben, sondern einfach nur “der dicke Hund”, das “feine Schwein” und das “Huhn”. Das hätte ich schöner gefunden, wenn alle eher einen schönen Namen hätten, statt mit Adjektiven hier ausgeschmückt zu werden. Aber ok… das ist vielleicht auch Geschmacksache.

Die Sache mit dem Spucken

Das Lama hat es nicht einfach – hat es ein kleines – aber feuchtes Manko … das spucken. Dabei will es nur mithelfen, aber sobald es anfängt zu sprechen, fliegt die Spucke. Im ersten Moment witzig … aber schnell wird klar, dass es nicht gut ankommt und die anderen Tiere deswegen mit dem Lama nichts zu tun haben möchte. Dass das Spucken aber auch Vorteile haben kann … das ergibt sich erst im laufe bzw. zum Ende der Geschichte hin. Eigentlich nett umgesetzt aber …

… und die Moral ..

die kommt bei mir nicht so rüber, wie sie wohl gedacht war … was ich sehr schade finde. Dass das Lama erst eine Heldentat erbringen muss, damit sie in den Kreis aufgenommen wird, das find ich hier jetzt ein bisschen – naja – wie soll ich sagen … es bringt eine falsche Wirkung rüber.
Da mag man mir jetzt “Kleinkarriertheit” unterstellen oder so … aber nein. Ich finde, das hätte man anders Lösen müssen um die Sache besser zu verpacken und zu verdeutlichen. Meiner Meinung nach ist die Aussage, dass man erst was großartiges Leisten muss, um akzeptiert zu werden, nicht richtig. Denn so kommt es für mich rüber.

Es wäre schöner gewesen, wenn eher der Schwerpunkt darauf gelegt wird, dass das nunmal das Naturell des Lamas ist – jeder hat ja so seine Eigenarten – aber dass man aus unangenehmen Macken auch positives rausziehen kann … was am Ende auch aufgeführt wird. Das hätte mehr in den Mittelpunkt gehört, statt der Heldentat des Lamas.
Klar keine Kinder sehen das nicht so … bekommen aber ein falsches Bild vermittelt.

Schöne, nette Geschichte

Trotzdem ist es eine bunte, lustige Geschichte, wenn man nicht zu sehr auf die Moral aus ist … sondern eher auf unterhaltsamen Bilderbuchspaß. Die Illustrationen geben da ja sehr viel her … und man kann sich mit den Bildern ausgiebig beschäftigen und allerhand auch entdecken. Sehr leibevoll und farbenfroh wurden diese von Caroline Sieverding gezeichnet und passend zum Inhalt umgesetzt. Das hat mir super gefallen.

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