[Rezension] Die Mottenkönigin von Beatrice Jacoby

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als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Was war ich neugierig – wie immer, wenn mich ein Buch anspricht. Und dieses mal ist es wieder ein Fantasyroman, der in Köln spielt. Da schlägt mein Herz sowieso dann gleich was schneller. Es macht einfach immer wieder riesig Spaß, wenn man die Örtlichkeiten kennt und sie bildlich vor Augen hat … so war ich also sehr gespannt, was sich hinter diesem Fantasyroman von Beatrice Jacoby verbirgt. Immerhin geht es um unter anderem um ein spannendes Thema wie Traumwandeln, Gedanken lesen oder mit verstorbenen Verwandten sprechen.

alt="Cover, Die Mottenkönigin"
© Papierverzierer Verlag

Die Mottenköniging

von Beatrice Jacoby

Traumwandeln, Gedanken lesen oder mit verstorbenen Verwandten sprechen – die fantastischen Fähigkeiten von Klarabell und ihren Cousinen sind in ihrem Kölner Internat etwas vollkommen Alltägliches. Als sie jedoch erfährt, dass sie ihren achtzehnten Geburtstag nicht mehr erleben wird, begibt sie sich auf eigene Faust auf die Suche nach einer Möglichkeit, diesem Schicksal zu entgehen. Der unsterbliche Pares bietet ihr an, zu Seinesgleichen zu werden, und verlangt im Austausch nur eine winzige Gegenleistung, für die ihre übernatürliche Gabe nötig wäre. Doch dieser Gefallen, der gegen jede Regel der Traumwandler verstößt, erscheint ihr als der einzige Ausweg. Wenn da nur nicht ihr Gewissen wäre …
Was kostet wohl ein Leben? Und was kostet dann erst Unsterblichkeit? Was man nicht alles in Betracht zieht, wenn man weiß, dass man nur noch einen Monat zu leben hat …

Quelle: Beatrice Jacoby
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Ganz anders als erwartet

Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich mir was anderes erhofft hatte. Das Cover und die Inhaltsbeschreibung versprach soviel. Die Geschichte an sich hat mich jetzt aber nicht komplett packen können. Das war alles was anstrengend und verwirrend für mich.

So flüssig und angenehm auch der Schreibstil an sich war – so wirr und chaotisch und für mich schwer nachvollziehbar war die Handlung an sich. Ich brauchte recht lange, bis ich den roten Faden gefunden hatte um einiges klarer zu sehen.

Die Grundidee ist klasse – keine Frage – aber ich fand einfach, dass da noch sehr viel mehr Tiefe, Erläuterungen und vor allem HIntergrundwissen reingepackt gehört – so dass man als Leser auch die Sache besser versteht und zuordnen kann.

Geheimnisvolle Charaktere – ausgefallene Fähigkeiten

Die Charaktere sind hier sehr vielseitig und außergewöhnlich. Ich wurde mit ihnen leider nicht so warm – fehlte es mir auch hier einfach mehr an Tiefe und mehr Inhalte zu ihrer Geschichte. Als Leser will ich mir ja schon ein Bild von machen können, warum jemand so handelt – wie es dazu kam, dass er so ist wie es ist und so weiter. Das blieb meiner Meinung nach, was auf der Strecke.

Dafür gab es ausgefallene Fähigkeiten zu den Charakteren – ein toller Ansatz, wo aber auch noch mehr geht.
Das Thema Traumwandeln, Gedanken lesen und mit Verstorbenen sprechen kam meiner Meinung nach was zu Kurz – bzw. fehlte es gewaltig an Tiefe und mehr Verständnis, für mich als Leser.

Lange Aufwärmphase – dann rockts

Ich brauchte gut zwei Drittel der Story, bis ich warm wurde mit der Geschichte an sich. Erst da hatte ich annähernd den Einblick und die Verwirrungen beseitigt, so dass alles für mich was klarer war. Das letzte Drittel konnte mich dann komplett packen – das hätte ich mir einfach von Anfang an gewünscht. Auch die Sache mit dem Buchtitel “Die Mottenkönigin” das wurde nur sehr spärlich aufgegriffen – und aber auch wieder nicht so ganz. Es war halt irgendwie einfach so – aber was und wie, warum und was es genau damit auf sich hat – das wurde nur sehr oberflächlich angeritzt – da fühlte ich mich als Leser einfach oft ziemlich in der Luft hängen gelassen.

Zum Ende hin fand ich es dann schade, dass hier das Buch endet. Da war ich so schön in Fahrt – lesetechnisch – und war mit der Sache warm geworden, da kam dann auch schon das Ende. Tja … so kanns manchmal gehen.

Fantasyroman spielt in Köln

Ein Hauptgrund, warum ich unbedingt diese Geschichte lesen musste. Denn es bereitet mir jedes mal sehr viel Freude, wenn ich die Schauplätze direkt vor Augen habe. Hier in “Die Mottenkönigin” gibt es einige Plätze, die mir mehr als nur bekannt waren. Das macht die Geschichte schon gleich zu etwas besonderem, zumal es sehr bekannte Plätze sind – und keine, die man erstmal suchen muss. Beatrice Jacoby hat die Geschichte in Köln gut wirken lassen …

Der Lacher schlechthin … mein persönliches Schmankerl

Was hab ich gelacht als ich im Buch folgende Stelle gelesen hatte:

“Sieh es als Appetithäppchen. Wie die Scheibe Gelbwurst an der Supermarkttheke”

Zitat aus: “Die Mottenkönigin” von Beatrice Jacoby / Pos.918

Hier musste ich so herzhaft lachen . Warum?
Na der Roman spielt hier in Köln – aber die Kölner können mit Gelbwurst mal gar nichts anfangen. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Die Gelbwurst ist nämlich was aus Süddeutschland – da lässt sich die Herkunft der Autorin nicht abstreiten *lach* DANKE dafür.

Die Mottenkönigin – toller Ansatz – mit Luft nach oben

Ich bin der Meinung, dass “Die Mottenkönigin” von Beatrice Jacoby einen guten Ansatz vorweist – aber da ginge noch viel mehr … ODER es ist einfach nicht für jedermann das Richtige – da solltet ihr also euch selbst ein Bild von machen. Es war ok – aber ich hab einfach was anderes erwartet.

Kommentare 1

  • Hallo liebe Bianca,

    aha…haha….also keine Gelbwurst fürs Kind in Köln…wieder was gelernt..grins..
    Sonst hätte ich mir ..unter dem Titel “Mottenkönigin ” gut was eher ekliges vorstellen können, aber gut….

    LG..Karin..

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